IN THE STILL OF THE NIGHT, Ausstellung FOTOHOF 2018
From 'Control Order House' by Edmund Clark
Von 10.08.2018 bis 29.09.2018

Eröffnung: 9. August 2018, 20 Uhr
Begrüßung: Rainer Iglar (FOTOHOF)
Einführung: Peter Schreiner und Nadine Weixler (Kuratoren)
Eröffnung: Dr. Brigitta Pallauf (Landtagspräsidentin)
 

Die Geschichte der Fotografie ist nicht zuletzt eine Geschichte der Darstellung politischer Krisen und globaler Konflikte. Lange galt das fotografische Bild als zuverlässiges Dokument der Wirklichkeit und somit für die Analyse historischer Prozesse geeignet. Da uns die Gewissheit um die Objektivität der Fotografie mittlerweile fehlt, spielen ihre Bilder in der Auseinandersetzung mit komplexen gesellschaftlichen Themen heute eine andere Rolle.

Die Ausstellung IN THE STILL OF THE NIGHT versammelt fünf künstlerische Positionen, die politische Krisen und Konflikte als langfristige und vielschichtige Phänomene diskutieren. Das Eindringen politischer Interessen in private Lebensräume, das Verhältnis von Macht und Individuum, wird dabei zum verbindenden Element einer Auseinandersetzung mit der Komplexität der uns umgebenden Wirklichkeit.

In Control Order House (2011) nimmt Edmund Clark eine extreme Form staatlicher Kontrolle in den Blick, während Göran Gnaudschun und Anne Heinlein in Wüstungen (2017) das Einwirken politischer Macht auf Einzelne zum Thema machen.
          
Jelena Jureša nutzt in Song (2018) die Geschichte eines Liedes und seiner Anbindung an historische Ereignisse zur Reflexion über politische Aspekte von Erinnern und Vergessen. Hrair Sarkissian dient in Homesick (2014) das Modell seines Elternhauses in Damaskus zur Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit sowie aktuellen Ängste und Bedrohungen. In Ahlam Shiblis Occupation (2016/17) wird al-Khalil/ Hebron zum Zentrum einer Analyse des dauerhaft gewordenen Ausnahmezustands.

 

Edmund Clark (*1963), Studium der Geschichte und Französisch in Sussex, Brighton und Paris sowie Studium Fotojournalismus am London College of Communication. Er lebt und arbeit in London.

Göran Gnaudschun (*1971), Studium und Meisterschülerstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei  Timm Rautert. Er lebt und arbeitet in Potsdam.
Anne Heinlein (*1977), Studium der künstlerischen Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Joachim Brohm und Timm Rautert. Sie lebt und arbeitet in Potsdam.

Jelena Jureša, (*1974), ist Doktorandin an der Universität Gent, Fakultät für Kunst und Philosophie und der KASK School of Arts.

Hrair Sarkissian (*1973), Lehre im väterlichen Fotostudio, Studium an der Ecole Nationale Supérieure de la Photographie, Arles und an der Gerrit Rietveld Academie, Amsterdam. Er lebt seit 2011 in London.

Ahlam Shibli, (*1970), Archäologie- und Kunststudium an der Hebrew University,Jerusalem, Studium der Fotografie an der WIZO Haifa Academy of Design and Education. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

 

Das Ausstellungsprojekt findet im Rahmen und mit Unterstützung des Festjahres "200 Jahre Stille Nacht! Heilige Nacht!" statt.
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