FACE TO FACE - GEGENÜBER

Eröffnung: Tuesday, Sep. 17, 2002, 7 pm
Von 17.09.2002 bis 31.10.2002
Öffnungszeiten: Mo-Fr 3pm-7pm, Sa 10 am-1 pm
Ausstellungsübersicht, Various Artists, Valérie Belin, Antoine D'Agata

Face to Face - Buchcover
 

„Gegenüber - Menschenbilder in der Gegenwartsfotografie“ ist ein Ausstellungsprojekt der Landesgalerie am Oberösterreichischen Landesmuseum in Linz und des Fotohofs Salzburg. Als Ergebnis einer gemeinsamen Recherche beider Institutionen werden Arbeiten von insgesamt elf europäischen FotokünstlerInnen gezeigt, die sich mit der unmittelbaren Darstellung des Menschen beschäftigen. Die zur gleichen Zeit in der Landesgalerie Linz und im Fotohof Salzburg stattfindenden Ausstellungen präsentieren Arbeiten von Antoine d’Agata (F), Tina Bara (D), Valérie Belin (F), Clement Cooper (GB), Bernhard Fuchs (A), Rince de Jong (NL), Leo Kandl (A), Tomasz Kizny (PL), Nina Korhonen (S), Anett Stuth (D) und Mette Tronvoll (N).

Neben Architektur und Landschaft erweist sich die Auseinandersetzung mit dem Porträt als ein Schwerpunkt in der Gegenwartsfotografie. Jede der elf vorgestellten Positionen verfolgt ein eigenes ikonografisches Anliegen in der Beschäftigung mit einem Gegenüber. Das Ausstellungsprojekt versucht, sich diesem Phänomen durch die Analyse künstlerischer Konzepte und Herangehensweisen an das Menschenbild anzunähern.

Das Einlassen auf den Anderen ist immer auch ein Austausch im Sinn einer Vergewisserung der Personen als Teile eines sozialen Umfelds. Gemeinsam ist den KünstlerInnen das Interesse an der Auseinandersetzung mit einem Gegenüber als Auseinandersetzung mit sich selbst wie auch der Gesellschaft, in der sie leben und arbeiten. Unbedingtes Interesse, analytische Reflexion wie auch authentische persönliche Betroffenheit sind ebenso kennzeichnend wie die Faszination an der ungebrochenen Kraft der Fotografie, die Welt und die Zeit exemplarisch ins Bild zu setzen. Die verschiedenen künstlerischen Positionen reichen von einer sachlich betonten Dokumentarhaltung (Stuth, Fuchs, de Jong, Kizny) bis hin zu einer inszenatorischen Annäherung an die Dargestellten (Bara, Belin), die auch explizit die Reflexion des fotografischen Abbildungsprozesses mit einschließen kann (Tronvoll). Autobiografische Ansätze (Korhonen, Cooper), wie auch das psychologische Moment im Wechselspiel von Fotograf und Modell (Kandl) spielen eine wichtige Rolle. Das Gegenüber als Einzelperson aus einer gesellschaftlichen Gruppe, der mit (rassistisch motiverter) Ablehnung begegnet wird, steht im Zentrum des Interesses von Antoine d’Agatas neue Serie.

Wir möchten an dieser Stelle den Künstlerinnen und Künstlern für ihre Beiträge danken. Die im Zuge der Projektvorbereitung geführten Gespräche erwiesen sich als wechselseitige Bereicherung in der Bearbeitung der Themenstellung. Für die wertvolle finanzielle Unterstützung der Ausstellung danken wir der Mondriaan Stichting Amsterdam, dem dem British Council London und dem Institut Francais d’Innsbruck.

Martin Hochleitner, Rainer Iglar, Michael Mauracher, Gabriele Spindler



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