Sommer 2016 galerie / eröffnung 
 
Bild: FOTOHOF edition
 
 
 

vienna photo book festival logo

 
 

ViennaPhotoBookFestival
Samstag, 11. Juni 10 − 20 Uhr
Sonntag, 12. Juni 10 − 18 Uhr

Absberggasse 27 / 1100 Wien
www.viennaphotobookfestival.com

Booksignings
am FOTOHOF-Stand

Samstag, 11. Juni
  • 13:00 − Katharina Gruzei
  • 15:00 − Kurt Hörbst
Sonntag, 12. Juni
  • 13:00 − Stefanie Moshammer
    im Anschluss an ihre Lecture "Vegas & She"
    um 12:00 in der AnzenbergerGallery

 

 

 

 

 
 

Neuerscheinungen:

 
 

Bild: Georg Salner

 
 
Text von: Georg Salner
Grafische Gestaltung: Andrea Zeitlhuber
deutsch / englisch
2016, Softcover mit Schutzumschlag
24 x 16,5 cm, 224 Seiten
321 S/W-Abbildungen
edition: 700
ISBN: 978-3-902993-24-3

 
 

Georg Salner
CHANDIGARH BRASÍLIA reVision

Architekturen in den Regierungszentren CHANDIGARH von Le Corbusier und BRASÍLIA von Oscar Niemeyer − eine reVision in Schwarzweiß, 2013/14

"Warum macht ein bildender Künstler einen fotografischen Exkurs zu Le Corbusier (und Pierre Jeanneret) in Chandigarh und zu Oscar Niemeyer in Brasília (Niterói und Rio de Janeiro)? (...) Le Corbusier und Niemeyer sind (...) die einzigen unter den Großmeistern der Moderne, die ganze Hauptstädte mit ihren Ideen bespielen und mit den wichtigsten Gebäuden bestücken durften. Alle waren sie Idealtypen von Gestaltern, innovativ, einflussreich und von einer enormen Verbindlichkeit für eine zu gestaltende Weltzivilisation, deren teilweise utopische Ansätze aber nicht in jeder Beziehung aufgehen konnten. Sie sind eben Einzelgestalten geblieben mit vielen hervorragenden Mitkämpfern und Nachfolgern. (...)

Die Intention war − vor dem Hintergrund der faszinierenden alten Schwarzweiß-Fotografien aus der Anfangszeit der Städte − in einer Identifikation mit denselben Mitteln (analog), ein neues, umfang- und detailreiches fotografisches Konstrukt zu schaffen − mit all seinen historischen und zeitgenössischen Konnotationen. (...) Es entstand also erneut ein äußerst künstliches BILD (...)."
Georg Salner

 
 
 

Bild: Georg Salner

 
 
Text von: Agnes Matthias
Grafische Gestaltung: Vivien Schwerdtfeger
deutsch / englisch
2016, Hardcover
21,5 x 27,5 cm, 192 Seiten
156 Farbabbildungen
edition: 800
ISBN: 978-3-902993-26-7

 
 

Frank Mädler
TAFELWERK

Publikation erscheint anlässlich der Ausstellung "Frank Mädler − Fotografie" im Leonhardi-Museum Dresden, 11. Juni bis 4. September 2016

In der außerbildlichen Wirklichkeit zu entdecken, was so eindrücklich, wundersam oder ästhetisch ist, um als Fotografie eine ganz eigene Wirklichkeit zu behaupten − dieses Konzept der Bildfindung verfolgt Frank Mädler seit vielen Jahren. "Frank Mädler. Tafelwerk" stellt das zwischen 1996 und 2016 entstandene Werk des 1963 geborenen Fotografen, Absolvent der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und ehemaliger Meisterschüler von Astrid Klein, erstmals umfassend vor. Frank Mädlers Arbeiten sind poetisch-sensible Untersuchungen einer Faktur des Fotografischen. Unschärfen, das Sujet abstrahierende Ausschnitte oder der Einsatz von Farbfiltern sind Mittel, die den Herstellungsprozess der Bilder selbst exponieren und deren Kategorisierung als Landschaft oder Stillleben nebensächlich werden lassen. Die fünfzehn für die Publikation ausgewählten Werkgruppen sind vielmehr Offerte zur Reflexion dessen, was ein fotografisches Bild konstituiert.

 
 
 

Bild: Kurt Hoerbst

 
 
Texte von: Bodo Hell, Kurt Hörbst,
Adalbert Stifter
Grafische Gestaltung: Andrea Zeitlhuber
2016, Schweizer Broschur
24 x 32 cm, 176 Seiten
85 Farbabbildungen
edition: deutsch: 1000 / englisch: 300
ISBN (dt.): 978-3-902993-27-4
ISBN (engl.): 978-3-902993-29-8

 
 

Kurt Hörbst
S10

"Von Februar 2012 bis Dezember 2015 habe ich den Bau der Schnellstraße S10 mit meiner analogen Großformatkamera aufgezeichnet. Nachdem ich am nördlichen Ende der S10 lebe, war es naheliegend, dass ich mir die Geschichte anschaue.

Die Plattenkamera hab ich verwendet, weil diese Art der Landschaftsfotografie eine gewisse Langsamkeit und Präzision erfordert. In den Bildern will ich eine gewisse Distanz zur Baustelle wahren. Der genaue Blick von außen ist mir wichtig. Wie wirkt sich das Projekt auf die Landschaft aus, auf die Dörfer, die Siedlungen, auf die Stadt (Freistadt), auf die Menschen?"
Kurt Hörbst

 
 
 

Bild: Katharina Gruzei

 
 
Texte von: Valentin Diaconov, Katharina Gruzei
Grafische Gestaltung: Hanna Priemetzhofer (System Jaquelinde)
englisch / russisch / deutsch
2016, Broschur, klammergeheftet
40 x 30 cm, 20 Seiten mit Textinsert
10 Farbabbildungen
edition: 500
ISBN: 978-3-902993-32-8

 
 

Katharina Gruzei
WAR ROOMS

Für die Fotoserie WAR ROOMS hat Katharina Gruzei sonderbare Räume in einem Moskauer Museum aufgespürt. Im Zentralmuseum des Zweiten Weltkrieges schwenkt sie ihren Blick auf Bereiche abseits der großen Kriegsdioramen und fokussiert Teile des Raumes, in denen museale Strukturen und Strategien der Inszenierung sichtbar werden.Dort treten pathetische Kriegsmalereien an den Wänden in einen skurrilen Dialog mit der funktionalen Ebene des Museums: es wirkt als würden sich gemalte Soldaten hinter einem Schreibtisch des Museumspersonals verschanzen. An anderer Stelle scheint ein versammelter Kriegsstab auf ein, im Raum platziertes, rotes Telefon zu starren.

Reale Gegenstände werden zu bizarren Objekten, die in absurder Weise mit ihrer Umgebung in Korrespondenz treten. So finden sich inmitten der gemalten Schlachtfelder zum Museum gehörende Türen, die einen Fluchtweg aus dem Kriegsszenario und die Option, durch die Bilder dem Krieg entfliehen zu können, suggerieren.

In ihrer Fotoserie verbindet Katharina Gruzei grundsätzliche Fragen der Musealisierung und der Repräsentation des Krieges mit einer subtilen Institutionskritik.

 
 
 

Bild: Antje Guenther

 
 
Text von: Miek Zwamborn
Grafische Gestaltung: Helmut Völter
englisch
2016, Umschlagbroschur
31 x 21,8 cm, 124 Seiten
56 S/W-Abbildungen
ISBN: 978-3-902993-22-9

 
 

Antje Guenther
What if a counter proof makes any proof an illusion?

WHAT IF A COUNTER PROOF MAKES ANY PROOF AN ILLUSION? beschäftigt sich mit der Fotografie als Beweismittel, wie dementsprechend mit Hilfe der Fotografie versucht wird und wurde, Hypothesen und Theorien zu beweisen bzw. zu untermauern. Darüber hinaus geht das Buch der Frage nach, inwieweit ästhetische Impulse die Theorienbildung beeinflussen, warum einer Theorie aufgrund ihrer Eleganz ein größerer (wissenschaftlicher) Wahrheitsgehalt zugesprochen wird. Das Schöne als Eigenschaft des (wissenschaftlich) Wahren zu begreifen, hat lange Tradition und dies gilt es nicht nur kritisch zu hinterfragen, sondern auch für das Buch visuell nutzbar zu machen.

Das Buch ist symmetrisch ausgebaut: Auf Fotografien aus verschiedene urbanen Zusammenhängen, aufgenommen jeweils aus leicht verschobenen Perspektiven, folgen Reprofotografien von Schneekristallpaaren. Das Buch verwehrt dem Betrachter explizite Antworten, gibt jedoch durch Textfragmente (u.a. zur Supersymmetrie) Hinweise, wie das Buch möglicherweise gelesen werden kann. Es gilt, den Betrachter visuell auf eine Fährte zu locken, ihn dazu zu verführen, die Fotografien aufmerksam zu betrachten um selbst nach möglichen Beweisen zu suchen. In diesem Sinn beleuchtet das Buch verschiedene Beobachtungsebenen und das Verhältnis zum Beobachter, worauf im Einleger, sowohl mit der Fotografie vom CERN als auch mit Miek Zwamborns Text AMALGAM, Bezug genommen wird.

 
 
 

Bild: Antje Guenther

 
 
Beiträge zur Geschichte der Fotografie in Österreich, Bd. 12
Texte von: Elke Fuchs, Gesine Gerhard, Magdlena Vuković
Grafische Gestaltung: Martha Stutteregger
deutsch
2016, Softcover
21,5 x 15,5 cm, 120 Seiten
53 S/W- und Farbabbildungen
edition: 1000
ISBN: 978-3-902993-23-6

 
 

Magdlena Vuković (Hg.)
Im Dienst der Rassenfrage.
Anna Koppitz' Fotografien für Reichsminister Walther Darré

"Ich habe Ihrem Minister gerne die Zusage gemacht in der Blutsfrage mitzuarbeiten und hoffe ihn nicht zu enttäuschen. Ob es sich nun um Portrait- oder Aktaufnahmen handelt, ist mir gleich; schwierig ist nur, die passenden Menschen dazu zu finden."
Anna Koppitz, 1940

Fotografie war das bevorzugte Medium des Reichsministers R. Walther Darré, um seine Blut-und-Boden-Ideologie zu illustrieren und zu verbreiten. Als Protagonisten, die er vor der Kamera inszenieren ließ, traten athletische Jugendliche aus der Bauernschaft auf, die eigens in der Reichsschule Burg Neuhaus ausgebildet wurden. Auf ihre Körper projizierte er seine utopischen Vorstellungen der "Nordischen Rasse" und der Bauern als genetischer Zukunft Deutschlands. In seinem Dienst stand die Wiener Fotografin Anna Koppitz, Witwe des renommierten Lichtbildners Rudolf Koppitz. Ihre Aufnahmen orientierten sich zum einen an den kunstvollen Körperstudien ihres Mannes und zum anderen an aktueller Sportfotografie im Stile Leni Riefenstahls: eine hochbrisante Mischung, die sich ideal für Propagandazwecke eignete.

 

 

    |     |