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Josef Dapra

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Das fotografische Werk. Zum 100. Geburtstag

>23.11.2021–17.03.2022

Der Fotograf Josef Dapra war in der Nachkriegszeit ein bedeutender Dokumentarist Salzburgs, der zahlreiche Bildbände publizierte und damit den pittoresken Ansichten dieser Stadt zu internationaler Verbreitung verhalf. Das FOTOHOF>ARCHIV zeigt zu seinem 100. Geburtstag aber vor allem einen Überblick über die noch unbekannten Seiten seines fotografischen Lebenswerks, die ihn auch als einen profilierten Modernisten ausweisen.

Josef Dapra wurde 1921 in Lienz, Osttirol, geboren und starb 2018 in Salzburg. Er studierte in Innsbruck Geschichte und Psychologie und besuchte die renommierte Meisterschule für Fotografie Adolf Lazi in Stuttgart, die in dieser Zeit stilistische und technische Qualitätsstandards in der Fotografie vorgab. In Salzburg verband ihn mit dem Gründer des Residenzverlags, Wolfgang Schaffler, eine lebenslange Freundschaft und er wirkte an zahlreichen Bildbänden des Verlages mit, unter anderem mit dem Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl aber auch mit dem Architekten Raimund Abraham. Von ihm ließ er sich nicht nur sein Haus in Salzburg bauen sondern er fotografierte mit ihm auch den Bildband »Elementare Architektur« (1963, Neuauflage 2001), ein künstlerisches Vermächtnis der Arbeit von Abraham und Dapra. Die Ausstellung stellt diesen Spannungsbogen zwischen klassischer Dokumentation der Stadt und dem modernistischen Anspruch der Fotografie als Nachwirkung der Bauhaus Fotografie in den Vordergrund.

Josef Dapra, Gastein, 1957
Kuratiert von Brigitte Blüml-Kaindl, Mitzi Gugg, Kurt Kaindl, Stefanie Pirker