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Eva Maria Ocherbauer

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Die Eier!

>06.11.–04.12.1999

Eva Maria Ocherbauer baut ihre fotografischen Bildwelten aus Formen der Natur wie auch aus Gebrauchsgegenständen der Konsumwelt. Das viereckige Foto wird aufgelöst und in die Umrisse des jeweiligen Gegenstandes übersetzt. So mutieren beispielsweise eine Blume oder etwa ein Damenschuh zu monumentalen Objekten, die in ihrer ästhetischen Präsenz Fragen nach dem Verhältnis von Bild und Wirklichkeit stellen. Für Ocherbauer ist die Fotografie auch ein Mittel, Dinge ihrer unmittelbaren Lebenswelt zu transformieren. Die Dinge werden der idealtypischen Darstellung der Künstlerin zu Ikonen ihrer selbst, lassen aber in ihrer Pracht Vergänglichkeit und Verfall erahnen.

Die Eier!

In meinem Körper sind an den verschiedensten Stellen Eier versteckt, die von der Inspiration befruchtet werden. Inspiration ist die Kraft des Geistes, es gilt diese Lebensenergie in ihrer schöpferischsten Form in die Realität zu leiten.
Die Eier dienen als Keimzelle, um den Fragen, wie und warum irgendetwas im Universum geschieht, näherzukommen. Die Visionen, die ich aus dem Unbewussten empfange, dienen den Eiern als Nahrung, sowie die alltäglichen Ereignisse.
Sind die Eier gross genug, wachsen sie aus meinem Körper heraus, werden Glieder, an denen gearbeitet werden muss, die eine Botschaft mit auf den Weg bekommen, bevor sie sich ablösen und ihr unabhängiges Leben beginnen.

Botanisches Theater!

Mit meiner Arbeit versuche ich die Zwischenreiche, die Mensch und Natur sowohl trennen als auch verbinden, aufzuspüren, um den Fragen, wie und warum irgendetwas im Universum geschieht, näher zu kommen.
Dafür habe ich die Blumen genau beobachtet und sie zeigen mir immer wieder neue Gesichter, die darauf hinweisen, wie sehr wir doch Bestandteil der uns umgebenden Biosphaere sind und daher unser Schicksal ganz nah mit dem der Pflanzenwelt verknüpft ist. Um das zu zeigen, eignet sich das Medium Fotografie bestens, ich uebergehe allerdings das gängige viereckige Format, stelle meine Objekte frei, entreisze sie sozusagen ihrer natürlichen Umgebung, um die individuelle Persoenlichkeit jeder einzelnen Bluete hervorzuheben.