Horáková/Maurer
Fotografie \
Das Werk von Tamara Horáková und Ewald Maurer steht exemplarisch für die Entwicklungen, die in den 1980er Jahren zur Etablierung der Fotografie als künstlerisches Medium führten. Charakteristisch für ihr Frühwerk sind großformatige, mit Liquid Light beschichtete Leinwände, ortsspezifische Installationen sowie eine medienkritische Reflexion politischer Ereignisse. Zentral sind ihre Beiträge zu einer konzeptuellen und abstrakten Fotografie, zum theoretischen Diskurs über die »Basics« des Mediums sowie ihre Interpretation der digitalen und analogen Eigenheiten von bildgebenden Verfahren. Ihr umfassendes und hinsichtlich seiner Materialität »opulentes« Werk (Werner Fenz) ist vielfach ausgezeichnet, ausgestellt, publiziert und gesammelt worden.
Im FOTOHOF führen Horáková und Maurer in großen Schritten durch die Geschichte des Mediums: Von den Schuhen Daguerres über die Ära der Hightech-Labore kurz vor ihrem Kollaps bis hin zum Look jener Apps, in die sich die Fotografie verlagert hat. 460 cm »Russisches Eis« stehen für die russische Invasion und ein »Face with Tears of Joy« spottet dem Wesen der Fotografie in Zeiten von KI.
