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Barbara Holub

studio

Kunstlandschaft

>04.12.2026–11.02.2027

In »Kunstlandschaft – Blind Spots, Black Holes verknüpft Barbara Holub Aspekte ihrer Familiengeschichte mit Fragen nach politischen, ökonomischen und ideologischen Interessen, die hinter urbanen Transformationsprozessen und Visionen für eine »bessere Gesellschaft« stehen.
Ausgangspunkt ist die persönliche Geschichte von Alois Holub, der 1945 enteignet und mit seiner Familie aus Tschechien vertrieben wurde. Die widersprüchliche Rolle ihres Großvaters als Opfer der Vertreibungen, aber auch als Profiteur des NS-Regimes verknüpft Barbara Holub mit einer vielschichtigen Erzählung über einen für ihre Familiengeschichte und die Stadt Ústi nad Labem bedeutenden Ort. Das ehemalige Druckereigebäude des Großvaters, das 1979 dem Bau der Zentrale der Kommunistischen Partei weichen musste, wird zum Dreh- und Angelpunkt einer
Diskussion unterschiedlicher historischer Dynamiken, die sich vielerorts bis heute fortsetzen. Schicht für Schicht werden persönliche Erinnerungen mit den Ergebnissen einer intensiven Forschungstätigkeit zu einer Erzählung verquickt, an deren Ende kein eindeutiger Befund zu erwarten ist. Orte wie der »Platz des Friedens, die bis heute Baustelle bleiben, werden zu Denkräumen, in denen sich die »blinden Flecken« einer Familiengeschichte mit jenen »schwarzen Löchern« überlagern, die in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts so zahlreich vorhanden sind.

Barbara Holub, »Exploring Mirové Namesti (Platz des Friedens erforschen)«, 2024/2026, Diasec, 60 × 90 cm