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Lewis Baltz

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Lewis Baltz

>11.11.–23.12.1994

Lewis Baltz’ Fotografien zeigen die amerikanische Landschaft als besetzten Raum, voller Einfamilienhäuschen in gleichgültiger Banalität, voller neuartiger Technoparks, die mit ihrer unterkühlten Architektur kaum mehr preisgeben, ob in ihnen harmlose Unterwäsche oder Mega-Tod hergestellt werden. Die Fotografien nähern sich den Rändern der urbanen Landschaft, prüfen die amerikanische Zivilisation am Übergang von Stadt zu Natur, tauchen ins Ödland ein, wo nichts kaschiert und alles – Schlamm, Bretter, Büsche, Abfall – zum Fragebild einer monströsen Zivilisation wird. Seine Fotografien führen die heutige nachmoderne Welt als grelles, anziehendes, aber auch schmerzliches Spektakel vor.
In seiner ersten Einzelausstellung in Österreich im FOTOHOF zeigt Lewis Baltz großformatige nächtliche Stadtlandschaften. Urs Stahel, der Direktor des Fotomuseums Winterthur, bemerkt dazu folgendes: »Die Night Cities, ein- oder mehrteilige, immer großflächige Nachtstädte betören mit heftigen Hell-Dunkel-Mustern, mit grellen Farben, die aus dem Schwarz der Nacht hervorstechen. Sie sind ein Scheinwerferspektakel, das ebenso fasziniert und gefällt wie auch schmerzt durch die schrille, verführerisch schöne Künstlichkeit.  »Landschaft« nicht mehr als ein »vor uns«, sondern als voll umfänglich kommerzialisiertes urbanes Labor, in dem wir mitten drin stecken und das für die Zukunft nur wenige Optionen offen läßt.«