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Inge-Morath-Platz 1-3 | 5020 Salzburg
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On Demand

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Merry Alpern, Dominique Auerbacher / Holger Trülzsch, Lewis Baltz / Slavica Perkovič, Monica Bonvici, Luchezar Boyadjev, Rosa Brueckl / Gregor Schmoll, Plamen Dejanov / Swetlana Heger, Tomaž Gregoric, Maurer + Horáková, Philip Huyghe, Alexander Ilic, Klub Zwei, Andre Korpys / Markus Löffler, Pia Lanzinger, Ria Pacquée, Tomas a Ester Polcarovi, Oliver Ressler / Martin Krenn, Joke Robaard, Stefan Römer, Martha Rosler, Nika Span, Monica Studer / Christoph v.d. Berg, Anita Witek, Jun Yang

>11.12.1999–13.01.2000

Angesichts des Bildtransfers im Informationszeitalter, wo nicht nur sämtliche Medien als sich ständig erneuernde Bildarchive fungieren, sondern auch der öffentliche Raum zunehmend von visuellen Codes bestimmt wird, scheint eine kritische Auseinandersetzung mit dem veränderten Begriff von Öffentlichkeit im Zusammenhang mit Bildern erforderlich. Im Spannungsfeld zwischen Alltagskultur und Kunst stehend kommt der Fotografie hinsichtlich der Verbreitung von Bildern eine zentrale Bedeutung zu.
In Kooperation mit der 3. Österreichischen Triennale für Fotografie, die unter dem Titel »PUBLIODOMAIN« steht, erarbeiteten 25 internationale Künstler:innen(teams) »öffentliche Bilder« – fotografische Werke, die sich auf aktuelle Fragestellungen zu Strukturen und Mechanismen öffentlicher Systeme und deren Auswirkungen beziehen. Die Bilder wurden als »prints on demand« in Auftrag gegeben, d.h. sie sind in Form von digitalen Bilddaten jederzeit im Internet abrufbar und frei verfügbar (http://fototriennale.mur.at).

In der Ausstellung werden die insgesamt hundert Arbeiten – jeweils fünf pro künstlerischer Position – als Colordrucke in vereinheitlichter Form präsentiert. Während der Dauer der Ausstellung können die Prints als Sonderedition zum Preis von ATS 600,– / Stk. erworben werden, was weit unterhalb der üblichen Marktpreise für Arbeiten der teilnehmenden Künstler:innen liegt. Der Erlös dieser Verkaufsaktion wird einem öffentlichen Zweck zugeführt, indem die offensiven (kultur-)politischen Aktivitäten von get to attack unterstützt werden. Die auf einer symbolischen Ebene angesiedelte Arbeit der Künstler:innen bzw. der Galerie wird somit in reales privates Kapital verwandelt, das zweckgewidmet in die konkreten politischen Aktionen der Initiative reinvestiert und dadurch wiederum auf einer symbolischen Ebene wirksam wird.