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Bernard Plossu

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Perspektive 1963–1993 / Das Tal 1994

>02.07.–06.08.1994

Der französische Fotograf Bernard Plossu prägt die französische Fotografieszene seit 1970. Seine »Mexikanische Reise« (1965–1967), in Buchform 15 Jahre später publiziert, wird zu einem Schlüsselwerk des Genres der poetischen Dokumentation. Der 1945 in Vietnam geborene französische Kosmopolit läßt sich Anfang der 70er Jahre in Kalifornien nieder. Seine Fotografien aus dieser Zeit tragen in entscheidender Weise zu einem erneuten Aufschwung der französischen Fotografie, besonders jener rund um die Zeitschrift »Contrejour« bei.
In den Jahren von 1980 bis 1985 schafft er in New Mexico einen Bildstil am Rand der Reisefotografie, der Ethnographie und vor allem der autobiographischen Praxis. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahr 1986 gilt er als einer der wichtigsten französischen Fotografen seiner Generation, was sich in einer ihm gewidmeten Retrospektive des Centre Pompidou 1988 ausdrückt.  Die im FOTOHOF zum ersten Mal präsentierte Retrospektive wurde von Gilles Mora im Auftrag der AFAA  (Association Francaise d’Action Artistique) zusammengestellt. Gilles Mora ist Chefredakteur von Cahier de la Photographie und Autor bedeutender Monographien über Henri Cartier-Bresson und Walker Evans. Die Retrospektive fasst 30 Jahre des fotografischen Schaffens von Bernard Plossu zusammen. Sie demonstriert als spezifische Eigenheit Plossus die »Nouvelle Vague«-Ästhetik seiner Fotografien und bietet einen breiten Überblick über die verschiedenen Werkgruppen.
Die Ausstellung wir durch eine aktuelle, im Jänner 1994 in Tirol entstandene Arbeit ergänzt. Auf Einladung des FOTOHOF und des Fotoforum West (Innsbruck) hat Bernard Plossu ein Projekt über das Schmirntal fertiggestellt.

Kuratiert von Gilles Mora