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Ute Klophaus

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Phönix – Fotografie zu Josef Beuys

>01.08.–29.08.1986

Joseph Beuys war sein Leben lang auf der Suche nach dem, was überdauert, wenn Materie nicht mehr existent ist. Seine Arbeiten legen Zeugnis davon ab, sie setzten Prozesse in Gang, die nicht nur chemisch oder physikalisch zu verstehen sind, sondern wie sie sich im Bewusstsein anderer Menschen fortsetzten. Die Dinge, die er in seinen Aktionen benutzte, wie Fett, Filz, Knochen, Eisen, waren ihm Mittel zum Zweck; mit ihnen wollte er aufsteigen in nichtmaterielle Räume.
Die Werke von Josef Beuys enthalten Sprache und Sprachlosigkeit. Hier setze ich meine Kamera ein mit dem Verlangen, dieses Schwerfassbare zu fassen. Auch hier stoße ich an Grenzen. Einerseits weiß ich, dass ich das, was Beuys zeigt, nur teilweise erfassen kann, andererseits weiß ich, dass ich mit meinen Möglichkeiten zu sehen, darüber hinaus gehe. Meine Arbeit zu Josef Beuys sehe ich als Eigenständiges, das Ausdruck meiner selbst ist und zugleich dem Wesen des Werkes von Joseph Beuys gerecht wird.
aus: Ute Klophaus, FOTOHOF Info, Ausgabe 3/1986

In Kooperation mit Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg