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Dieter Appelt

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Photographien – Sequenzen

>26.07.–16.08.1985

Die Kunst von Dieter Appelt besteht in den von ihm vollzogenen Handlungen. Die Handlung selbst ist bereits das Kunstwerk, denn die Handlung selbst ist das Gleichnis des Lebens. Dieter Appelt vollzieht seine Handlungen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht vor einem eingeladenen Publikum, sondern die Voraussetzung für das Gelingen vieler seiner Aktionen ist eine innere Konzentration, deren Zustandekommen davon abhängt, dass Appelt ohne Zuschauer:innen und mit sich allein ist. Die Erinnerung an den Vollzug der Handlung ist in den von Hanne Appelt, seiner Frau, und von ihm selbst aufgenommenen Fotos und Videofilmen dokumentiert. Jene Fotos und Filme sind Belege für ein nicht öffentlich abgelaufenes Ereignis. Als selbstständige Kunstwerke sind sie im Verhältnis zum eigentlichen Verlauf des Ereignisses den heutigen technischen Visualisierungen abgewonnene Relikte. Sie versorgen die Betrachtenden mit öffentlichen Belegstücken technisch gefertigter Realität zum Gedächtnis an die Bewegungen einer bereits vergangenen, von niemandem als ihrem Hervorbringer selbst wahrgenommenen Wirklichkeit des eigenen Tuns.
aus: Eberhard Roters, FOTOHOF Info, Ausgabe 2+3/1985

In Kooperation mit Internationale Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg