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Sophie Weibel

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Sophie Weibel

>15.09.–21.10.2000

Sophie Weibel konzentriert sich in ihren kleinformatigen Schwarzweiß-Arbeiten – einer großen Tradition nicht nur in der französischen Fotografie folgend – auf das Selbstportrait.
»Fotografien von einem tiefen Schwarz. An der Oberfläche scheint das Licht, die Initiative zu ergreifen, ein Gesicht zu enthüllen. Sophie Weibel fotografiert unermüdlich ein Mädchen mit einem eigenartigen Charakter, welches ihr aber doch wie eine Schwester ähnelt. Es schminkt sich, putzt sich mit verschiedenartigen Gegenständen heraus, schmückt sich das Gesicht mit Licht wie mit einem Tuch aus Spitzen; das Mädchen übt das Scheinen. Es interpretiert ein fotografisches Leben. Das empfindliche Papier wird sinnlich. Jedes Bild ist ein Stück mit einem Darsteller, eine Inszenierung für den hilflosen Zuschauer. Der kristallklare Blick, die schamlose seidenweiche Haut, die betonten oder durch unerwartete Schatten verschwommenen Formen, die Intimität, die sich bietet und sich verbirgt; dieses melancholische und paradoxerweise schelmische Mädchen verführt mich und obwohl ich mich dagegen wehre, sucht in meinem Blick ein zwiespältiges Verlangen, das es zu sich führt, bevor ich es sogar nennen kann.« (François Quintin)

Sophie Weibel, aus der Serie: »Union Libre«, 1998, Baryt Print, 13,4 x 20,8 cm
Sophie Weibel, »XXVIII«, aus der Serie: »Union Libre«, 1998, Baryt Print, 13,4 x 20,8 cm
In Kooperation mit Französisches Kulturinstitut Salzburg