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Jessica Backhaus

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What Still Remains – One Day in November

>09.06.–01.08.2009

What Still Remains

»What Still Remains« ist der Titel einer Fotoserie, die seit 2006 an unterschiedlichen Orten entstanden ist. Die deutsch-amerikanische Fotografin geht in diesem Zyklus der Frage nach, warum vergessene oder liegen gebliebene Dinge an bestimmten Orten auftauchen und eine Art Eigenleben zu führen scheinen. Backhaus ist es gelungen, Motive fotografisch einzufangen, die zugleich Erhabenheit und Rätselhaftigkeit ausstrahlen. Zweifellos zwingen sie den Betrachter länger als gewöhnlich visuell zu verweilen, um der Verschränkung von scheinbar Banalem und Geheimnisvollem auf die Spur zu kommen.

Jessica Backhaus, »Marlon Brando«, aus der Serie: »What Still Remains«, 2006, C-Print, 28 x 36 cm

One Day in November

Im Dezember 2008 hätte Gisèle Freund ihren 100. Geburtstag gefeiert. Jessica Backhaus’ Serie One Day in November ist eine Hommage an die große Fotografin und erzählt von der außergewöhnlichen Freundschaft zwischen Gisèle Freund und der damaligen Fotografie-Studentin im Paris der 1990er Jahre.
Aus der klassischen Meister Schülerbeziehung entwickelte sich zwischen den beiden aus unterschiedlichen kulturellen Kreisen kommenden Frauen eine lebenslange Freundschaft. Jessica Backhaus hat im Laufe der Jahre Werke geschaffen, von denen sie jetzt der Meinung ist, dass sie diese ihrer Mentorin damals gern gezeigt hätte. One Day In November ist eine persönliche Auswahl von Jessica Backhaus’ eigenen Fotografien, zusammengestellt als posthumes Geburtstagsgeschenk für Gisèle Freund.
Gisèle Freund kann mit Sicherheit zu den größten künstlerischen und intellektuellen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts gezählt werden. Ihre Bedeutung liegt sowohl in ihrem fotografischen und literarischen Werk, wie auch in ihrer bewegten Biografie.

Jessica Backhaus, »bathroom«, aus der Serie: »One day in November«, C-Print, 22 x 30 cm

In allen ihren Arbeiten beschäftigt sich, die in New York lebende Fotografin, Jessica Backhaus mit Fragen nach dem Verrinnen der Zeit und Aspekten der Vergänglichkeit. Direkt und unverstellt aber auch kompositorisch höchst präzise fängt Jessica Backhaus in ihren Momentaufnahmen eine zutiefst menschliche Dimension ein, auch wenn es oft nur unscheinbare Dinge sind, die von den Träumen und Hoffnungen der Menschen erzählen.

»What still remains« und »One Day in November« sind 2008 in Buchform bei Kehrer, Heidelberg, erschienen.

Jessica Backhaus, »Ahmic Lake«, aus der Serie: »What Still Remains«, 2006, C-Print, 76 x 101 cm
Jessica Backhaus, »Kaffee to go«, aus der Serie: »What Still Remains«, 2008, C-Print, 28 x 36 cm
Kuratiert von Andrew Phelps