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Ilse Haider, Knoll+Cella

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Zwei Eschen / About Place

>04.12.2026–11.02.2027

Vor 200 Jahren entstand die erste Fotografie der Welt von Nicéphore Niépce. Die Werke dieser Ausstellung reflektieren die technischen Bedingungen des Mediums: bei Knoll+Cella den technisch-optischen Apparat der Camera Obscura, der zentralperspektivisch Räume auf eine Fläche projiziert – Ilse Haider nützt den chemischen Prozess der dauerhaften Fixierung von Licht und Schatten für ein gigantisches Fotogramm. Beide Komponenten zusammen konstituieren die Fotografie.

Ilse Haider

Ilse Haiders 10 × 6 m große Fotoarbeit ist eines von zwei Fotogrammen zweier Eschen in Originalgröße, die als Grundlage für eine Fassadengestaltung im Rahmen von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm der Stadt München, hergestellt wurden. Die gefällten Bäume wurden in eine zur Dunkelkammer umfunktionierte Halle transportiert, bei Rotlicht durch zahlreiche Helfer:innen auf lichtempfindliches Papier gehoben, dieses belichtet und in einer eigens aufgebauten Produktionsstraße entwickelt. Diese Technik ist typisch für Haider und zugleich einzigartig in ihrer Dimension: Normalerweise portraitiert die Künstlerin in kleinerem Maßstab Ikonen der Popkultur und Kunstgeschichte.

Ilse Haider, »Porträt einer Esche«, 2019, Fotogramm, Silbergelatineabzug, 10×6 m, realisiert im Rahmen von QUIVID, München.

Knoll+Cella

»About Place« von Knoll+Cella befasst sich mit der Beziehung zwischen Innen- und Außenraum. Häufig wechselnde Aufenthaltsorte wie Hotelzimmer oder kurzzeitig genutzte Wohnungen werden in eine Camera Obscura verwandelt. Dabei entsteht eine auf den Kopf gestellte Projektion des Außenraums auf den Innenraum – diese Bildüberlagerung wiederum wurde mit einer Kamera fotografiert.

Knoll+Cella, aus der Serie: »About Place«