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Ulrike Matzer (Hg)

Marianne Strobl, »Industrie-Photograph« 1894–1914

 19,90

Beiträge zur Geschichte der Fotografie in Österreich, Band 15

herausgegeben von Monika Faber für das Photoinstitut Bonartes, Wien, und Walter Moser für die Fotosammlung der Albertina, Wien

 

Marianne Strobl stieg für ihre Auftraggeber in die Kanalisation, kroch in die Ötscherhöhlen und begleitete mit ihrer Kamera über Jahre die Errichtung des Gaswerks Wien-Leopoldau. Sie schuf vielteilige Porträts der Wäschefirma E. Braun & Co. und des Nobelhotels Meißl & Schadn. Ihre Beschlagenheit in der »Blitzlicht-Photographie« kam ihr zugute, um Neubauten wie eine mit historistischem Pomp ausstaffierte Semmeringvilla, ein Männerwohnheim oder eine Triester Nervenklinik zu dokumentieren. Strobls Spezialisierung auf Industriefotografie war eine sinnvolle Strategie, um auf dem extrem heftig umkämpften Wiener Markt um 1900 bestehen zu können. Diese selbstbewusste Fotografin, die sich nicht wie viele ihrer BerufskollegInnen im Atelier ›versteckte‹, gilt es wiederzuentdecken.

Ulrike Matzer ist Kunst- und Kulturwissenschaftlerin in Wien.

2017,franz. Broschur mit Fadenheftung
21 × 21.5 cm,156 Seiten
Auflage: 900
Text: Ulrike Matzer, Andreas Nierhaus, Hanna Schneck

Sprache: Deutsch

FOTOHOF>EDITION Bd.: 254
Erschienen in der Reihe: Bonartes
ISBN: 978-3-902993-54-0

 19,90

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