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Olivo Barbieri

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L’ idea del luogo

>14.03.–26.04.2003

Mit der Einzelpräsentation des Italieners Olivo Barbieri setzt der FOTOHOF seine Serie wichtiger europäischer Positionen in der zeitgenössischen Fotografie fort. Seit Mitte der 80er Jahre setzt sich Barbieri konsequent mit dem Stadtraum auseinander, wobei ihn sein Interesse an gemeinsamen globalen Strukturen immer wieder in ferne Länder geführt hat.
Barbieri thematisiert vor allem das Spannungsfeld zwischen alter und neuer Kultur, das er nicht nur in seiner Heimat Italien, sondern vermehrt auch in fernen Ländern, wie China, Indien oder Japan findet. Es ist nicht die topografische Beschreibung eines Ortes, sondern vielmehr die Idee des Ortes – »L’idea del luogo«, die den Künstler beschäftigt und den Hintergrund für seine großformatigen Arbeiten liefert.
Durch den direkten Eingriff in den Abbildungsprozess – der Künstler verstößt bewusst gegen die Regeln der Fokussierung – ergeben sich Unschärfeebenen am Bild, die nur mehr einen Rest von Wirklichkeit vermuten lassen. Die Wirklichkeit mutiert scheinbar zu modellhaften Abbildungen der jeweiligen Orte und Lebensräume. Mittels seiner eigenwilligen fotografischen Technik, die er in großformatige, an Malerei erinnernde »Tafelbilder« umsetzt, konzentriert Barbieri den Blick auf das ihm Wesentliche und gibt dadurch die Aura eines Ortes, bestehend aus Architektur und den Menschen, die an diesen Orten leben, an den Betrachter weiter.

Olivo Barbieri, »Italia«, Siena, 2002, C-Print, Plexiglas