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Wolfgang Thaler

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Mep ‘Yuk

>17.12.2001–12.01.2002

Wolfgang Thalers Serie »Mep ‘Yuk« ist eine Ansammlung von Bildern, die Innenräume, Eingangs- und Wartehallen, Korridore von Bürogebäuden, Hotels, Kulturbauten u.ä. zeigen; gefunden in Mexiko City, Tokyo, Tel Aviv, Sofia, Wien und Wolfsburg. So verschieden ihre Herkunft und ihr kultureller Kontext sein mögen, so verwandt sind sie in ihrer Funktion.
Langsame Bewegungen durch menschenleere Korridore, Büros und Foyers führen immer tiefer in die imaginäre Welt von »Mep ‘Yuk«. Deren Zentrale könnte einem riesenhaften Gebäudekomplex oder einer ganzen paradoxen Stadt entsprechen. Der Raum ist medialer und imaginärer Natur. Die Menschenleere erlaubt die Konzentration auf die Requisiten und die Infrastruktur der Zentrale.
Die Bilder arbeiten an einer Rückverwandlung der manifesten Räume ins Utopische, dem sie als Produkte der Moderne entsprungen sind. War es die Hoffnung der Moderne, eine Utopie zu realisieren, so remodernisiert »Mep ‘Yuk« die Realität, indem sie diese wieder dem Utopischen zuführt. In »Mep ‘Yuk« scheint die Zeit still zu stehen. Die abgelichtete Realität gerät zum Stillleben, gibt sich als Einbildung zu erkennen oder auch als Zwischenraum in der Zeit. Die Zentrale ist als Loop zu betrachten, der die Unendlichkeit von »Mep ‘Yuk« zu vermitteln sucht.

Wolfgang Thaler, »mep’yuk-logo« aus der Serie: »Mep 'Yuk«, 2001