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Christian Vogt

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Notizen und Zufälle

>20.01.–11.02.1984

Die Ausstellung kennzeichnet sich durch ihre Offenheit: Der Titel eröffnet großen Spielraum, er legt den Fotografen nicht von vornherein auf bestimmte Gestaltungsmuster fest. Vogt präsentiert an die 40 kleinformatige Schwarzweißfotos, zu, teil durch Bildunterschriften ergänzt, die durch je eigenen Rahmen formal getrennt waren und auch inhaltlich nicht den Eindruck erweckten, Vogt wolle eine inhaltlich zusammenhängende Geschichte erzählen. Seine Bilder und kurze Texte regen zu Assoziation im weitesten Sinn an; etwa über das »Verhältnis der Dinge«, wenn er als Beispiel in einem Bild ein Blatt Papier zeigt und daneben ein Blatt Papier in zerknülltem Zustand: Die Dinge und ihre Funktionen sind ganz veränderbar, es könnte alles ganz anders sein. Ein Körper, so fotografiert, das nicht feststellbar ist, ob er von vorne oder von hinten gesehen wird – die Relativität der visuellen Wahrnehmung; es könnte eben auch anders sein.
aus: Rainer Iglar, FOTOHOF Info, Ausgabe 1/1984