Salon der Fotografie
Die älteste erhaltene Fotografie stammt von Nicéphore Niépce (1765–1833), der damit am Beginn einer epochalen medialen Erfindung steht, die von der Fotografie ausgehend in das weite Feld der »lens based media« übergeht und die bis heute – und heute mehr denn je – unsere Wahrnehmung der Welt entscheidend prägt. Sein »Blick aus dem Arbeitszimmer von Le Gras« von 1826 ist eine ikonische Metapher für die dem neuen Medium inhärente Funktionalität – die äußere Welt durch einen scheinbar objektiven Apparat visuell zu fixieren und damit auf neue Weise begreifbar zu machen.Wir wollen das runde Jubiläum »200 Jahre Fotografie« durch eine Ausstellung feiern, die mit Interesse und Humor den Blick hinein in die Arbeitszimmer von Salzburger Fotograf:innen ermöglicht: Das Ausstellungskonzept fußt auf der Einladung, im eigenen Werk die jeweils als solche definierte früheste Arbeit herauszufinden und für eine Ausstellung bereitzustellen, als Vintage oder auch als Rekonstruktion.
Die kuratorische Idee setzt auf die Annahme, damit unterschiedlichste Zugänge und Konzeptionen für ein sich danach entwickelndes späteres Werk sichtbar und diskutabel zu machen. Die Anzahl der Teilnehmer:innen ergibt die Form der Präsentation – den »Salon de Paris« des 19. Jahrhunderts – eine exzessive räumliche und inhaltliche Konzentration unterschiedlichster Charaktere und formaler Konzeptionen.
2026 jährt sich auch der 45. Geburtstag des FOTOHOF, der damit fast ein Viertel der Zeitspanne seit Erfindung des Mediums begleitet hat. Wir freuen uns, dieses (kleine) Jubiläum mit einer Art Community-Projekt Salzburger Fotokünstler:innen zu begehen.
