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Eröffnungen: »Oran« / »Salon der Fotografie«

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>01.10.2026 19:00

Als Enkelin einer »Pied-Noir« (einer Bezeichnung der französischen Bevölkerung in Algerien während der gewaltvollen französischen Kolonialherrschaft 1830-1962) versucht Margot Wallard die Unbeständigkeit und Wandelbarkeit der Erinnerung widerzuspiegeln und sie durch eine neue Perspektive zu erweitern.
Bei ihren Besuchen in Oran zwischen 2018 und 2020 entdeckt sie die Stadt mit ihrer Kamera und trifft im Zuge ihrer biografischen Spurensuche auf eine neue Generation: präsent, komplex und selbstbestimmt. Dabei entstehen Porträtserien rund um das Bonbon Café, sie fotografiert Straßenszenen, urbane Vegetation und auch die noch immer unübersehbaren Spuren kolonialer Vergangenheit im Stadtbild.
Margot Wallard verwebt in ihrer Ausstellung das Bildarchiv ihrer Großmutter mit eigenen Bildern aus Algerien und mit Fotografien, die sie von ihrer Großmutter in ihren letzten Lebensjahren in Frankreich aufgenommen hat.

Margot Wallard, from the series: »Oran«, 2018-2022, Archival Pigment Print

Salon der Fotografie

Wir wollen das runde Jubiläum »200 Jahre Fotografie« durch eine Ausstellung feiern, die mit Interesse und Humor den Blick hinein in die Arbeitszimmer von Salzburger Fotograf:innen ermöglicht: Das Ausstellungskonzept fußt auf der Einladung, im eigenen Werk die jeweils als solche definierte früheste Arbeit herauszufinden und für eine Ausstellung bereitzustellen, als Vintage oder auch als Rekonstruktion.
Die kuratorische Idee setzt auf die Annahme, damit unterschiedlichste Zugänge und Konzeptionen für ein sich danach entwickelndes späteres Werk sichtbar und diskutabel zu machen. Die Anzahl der Teilnehmer:innen ergibt die Form der Präsentation – den »Salon de Paris« des 19. Jahrhunderts – eine exzessive räumliche und inhaltliche Konzentration unterschiedlichster Charaktere und formaler Konzeptionen.