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Rolf Koppel

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Soliloquy / Selbstgespräch

>25.10.–02.12.2000

Im Zentrum der Arbeit Rolf Koppels stehen die Frage nach der Identität der Person und die Untersuchung des Körpers als Ausdrucksmittel. Der Künstler orientiert sich in seiner Arbeit an Themen der Mythologie, der Geschichte, der historischen Malerei und Skulptur. Die Reinszenierung und Anverwandlung der fiktiven Figur ist Inhalt der photographischen Seance. Dominierend ist, und dies hängt mit der schonungslosen Untersuchung der Geschlechterrolle des Menschen zusammen, das Thema von Eros und Sexus, aber auch die Verwandlung des Körpers und seiner Aktionen ins zweidimensionale Bild als erotisches Objekt einer Sehnsucht nach dem Abbild.
Rolf Koppel ist nicht an den skulpturalen Dimensionen des Körpers interessiert oder an psychophysischen Abläufen, vielmehr ist seine Arbeit motiviert von der Sehnsucht, im Bilde ein »Anderer« zu werden, eine andere Identität zu gewinnen, wenn nicht dauernd, dann zumindest im Bilde.

Rolf Koppel, »Self Portrait Seeing«, aus der Serie: »Soliloquy / Selbstgespräch«, Baryt Print, 40x50cm